34. Woche
Internetfinanzzeitung           ISSN: 1862 – 343            neutral - kompetent - unabhängig
20.08.2017
|  IMPRESSUM  |  KONTAKT  |  HOME  |
ARCHIV-SUCHE
LOGIN
Makler
Konsumenten

SERVICE
Formulare
Lexika
Ratgeber

VERGLEICHE

Versicherungen

Energie
Strom
Gas

Kommunikation
DSL
Handy
Internet
Telefon

Banken
Autokredit
Ratenkredit
Tagesgeld
Festgeld
Girokonto
Baugeld
Forward-Darlehen
Bundesschatzbriefe
Depotbank
Förderdarlehen

Reisen
Hotelsuche
Flugbuchung
Mietwagen




Anzeige:
 
Anzeige:
vergleichen entscheiden sparen
 
Anzeige:
Map-Report
NEWSAKTUELL


Kartenmissbrauch: Beweislast bleibt beim Kunden
20.10.2004
Für Bankkunden nicht gerade beruhigend: nach Auffassung des Bundesgerichtshofs muss der Kunde den Schaden selbst tragen, wenn Unbefugte mit seiner EC-Karte und richtiger PIN am Automaten Geld abheben (Az. XI ZR 210/03). Im verhandelten Fall war die EC-Karte der Klägerin auf einem Stadtfest gestohlen worden. Innerhalb der folgenden zwei Tage hob ein Unbekannter mehrmals mit der richtigen PIN Geld ab – insgesamt mehr als 1.000 Euro. Die Geheimzahl hatte er jeweils auf Anhieb richtig eingegeben. Mit der Begründung, sie habe ihre PIN stets im Kopf und daher nicht zusammen mit der Karte aufbewahrt, wollte die Frau das Geld von ihrer Bank zurück. Der Dieb müsse ihre Persönliche Identifikationsnummer entschlüsselt oder Mängel im Sicherheitssystem der Bank ausgenutzt haben. Mit dieser Auffassung scheiterte die Geschädigte allerdings vor dem BGH. Ein Gutachten habe bewiesen – so die obersten Richter – dass es ausgeschlossen sei, die PIN durch technische Tricks herauszufinden. Der Schaden sei nur durch mangelnde Sorgfalt im Umgang mit der PIN möglich gewesen. Nach der derzeitigen Praxis bescheinigen Sachverständige den Banken absolute Systemsicherheit – ohne sie zuvor selbst untersucht zu haben, denn die Banken verweigern aus Sicherheitsgründen genauen Einblick in ihre Systeme. Der Prozessvertreter der Klägerin hatte kritisiert, dass die Kundin einen Fehler der Bank gar nicht nachweisen könne, weil die Bank ihr Sicherheitssystem auch gegenüber Gutachtern nicht offen lege. Dieser Beweis ist schwer zu erbringen. Einsprüche gegen das Verhalten der Banken, die grundsätzlich von einem Fehler beim Kunden ausgehen, sind daher selten erfolgreich.

ZurückDruckenLeserbriefEmpfehlen

Bookmarken bei:
Internet Explorer Mozilla Firefox google.com Mister Wong Yahoo facebook Linkarena MySpace Twitter del.icio.us


+++ Copyright (c) 2006 +++
MONEY TIMES, die Internet- Finanzzeitung ist urheberrechtlich geschützt.
Es ist unzulässig, Inhalte ohne Redaktionszustimmung gewerbsmäßig zu nutzen, zu verändern und zu veröffentlichen.