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Vorsorgelücke berechnen und schließen
24.11.2004
Wer auch im höheren Alter auf den gewohnten Lebensstandard nicht verzichten will, muss rechtzeitig vorsorgen – das hat sich längst herumgesprochen. Mit einer einfachen Rechnung kann jeder überschlägig feststellen, wie hoch seine private Zusatzversorgung sein sollte, damit es später finanziell nicht eng wird: die in Eigenregie zu schließende Vorsorgelücke entspricht dem persönlichen Finanzbedarf minus dem voraussichtlichen Einkommen im Alter. Zur Schnellberechnung des späteren Finanzbedarfs kann man von 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens ausgehen. Wer genauer kalkulieren will, sollte ausgehend von laufenden Kosten wie Miete, Wohnnebenkosten, Haushaltsgeld und Versicherungen prüfen, welche persönlichen Ansprüche er an das Leben im Ruhestand hat: will man sich später Reisen oder Hobbies gönnen, für die man im Berufsleben keine Zeit hatte, muss man das in der Ausgabenplanung berücksichtigen. Auch die Anschaffung eines neuen Autos, neuer Einrichtungsgegenstände oder fällige Renovierungen an Haus oder Wohnung sollten eingeplant werden. Zu den Einkünften im Ruhestand gehört zunächst die gesetzliche Rente – Auskunft über ihre voraussichtliche Höhe erteilen die Rentenversicherungsträger. Auch betriebliche Versorgungsansprüche, Erträge aus Kapitalvermögen oder Einnahmen aus Vermietung können hinzugerechnet werden. Wer beispielsweise 2.200 Euro netto verdient, hat nach der 90-Prozent-Regel einen Versorgungsbedarf von 1.980 Euro monatlich. Kommt er samt gesetzlicher Rente, betrieblicher Versorgung und Zinseinkünften auf ein voraussichtliches Alterseinkommen von 1.730 Euro im Monat, muss er eine Vorsorgelücke von 250 Euro schließen – am besten mit einer staatlich geförderten Privatvorsorge wie etwa der „Riester-Rente“.

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