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Wer seine Kinder schonen will, sorgt vor
16.04.2003
Wenn man im Alter Pflege braucht, reicht die staatliche Rente oft nicht aus. Kann man die Kosten für häusliche Krankenpflege oder Heimunterbringung nicht selbst zahlen, springt zwar zunächst das Sozialamt ein. Geprüft wird allerdings, ob die Kinder Unterhalt leisten können. Bei der Berechnung des „Eltern-Unterhalts“ zählt nicht nur das Einkommen, sondern auch das Vermögen der Kinder. Außen vor bleiben allerdings selbst bewohnte Häuser und Wohnungen, sofern sie nicht zu luxuriös sind. Auch Lebensversicherungen oder Verträge zur eigenen Altersvorsorge werden nicht angetastet. Sparkonten, Aktiendepots und sonstiges Vermögen oberhalb einer gewissen Grenze müssen aber eingesetzt werden, um für die Eltern zu sorgen. Wo diese Grenze liegt, beurteilen die Sozialämter unterschiedlich. Im Durchschnitt dürfen Kinder ca. 50.000 Euro für sich behalten. Und: den Unterhaltspflichtigen muss genug fürs eigene Leben bleiben. Die Unterhaltsverpflichtung gegenüber Kindern und Ehepartner geht vor. Die dazu erforderliche Summe wird vom Einkommen abgezogen, bevor die Höhe des Eltern-Unterhalts berechnet wird. Abgerechnet werden außerdem berufsbedingte Aufwendungen und laufende Ausgaben für Altersvorsorge oder Versicherungen. Bei Haus- und Wohnungsbesitzern werden auch die Raten für den Hypothekenkredit abgerechnet. Unser Tipp: wer seine Kinder später schonen will, sollte rechtzeitig für eine ergänzende private Altersvorsorge sorgen.

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