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Wer zahlt künstliche Befruchtung?
24.02.2005
Private Krankenversicherer müssen die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen – aber nur für das erste Kind. Den Versuch, auf gleiche Weise ein zweites Kind zu bekommen, zahlen die Versicherten selbst. Das entschied jetzt das Oberlandesgericht Bamberg (Az. 1 U 98/04). Die Indikation „Kinderlosigkeit” begründe die Erstattungspflicht des Versicherers nur für eine einzige erfolgreiche künstliche Befruchtung, so die Richter – nach der Geburt des ersten Kindes sei diese Indikation nicht mehr gegeben. Im verhandelten Fall war eine privat versicherte Frau im Jahr 2000 nach künstlicher Befruchtung zum ersten Mal Mutter geworden. Die Kosten von über 6.200 Euro übernahm ihr Versicherer. Zwei Jahre später wollte die Frau erneut schwanger werden und verlangte von der Versicherung Kostenübernahme für eine weitere Behandlung. Der Versicherer lehnte ab, denn die Frau sei nicht mehr kinderlos – es fehle daher an den Voraussetzungen zur Kostenerstattung. Die Frau zog vergeblich vor Gericht. Begründung der Richter: zwar könnten die Folgen der Unfruchtbarkeit durch eine künstliche Befruchtung behoben werden. Dies sei jedoch bereits bei der Geburt ihres ersten Kindes geschehen. Da sie nicht mehr kinderlos sei, sei auch der Versicherungsfall „Kinderlosigkeit” nicht mehr gegeben – der Versicherer müsse nicht mehr zahlen. Dabei spielten auch gesellschaftspolitische Erwägungen wie etwa der Rückgang der Geburtenquote keine Rolle, mit dem die Klägerin argumentiert hatte. Es könne der Solidargemeinschaft der Versicherten nicht zugemutet werden, die hohen Kosten einer zweiten künstlichen Befruchtung zu finanzieren.

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