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Kosten und Leistungen genau prüfen
10.03.2005
Seit 2005 gilt für gesetzlich Versicherte ein neues Zuzahlungssystem für den Zahnersatz. Statt prozentualer gibt es nun feste Zuschüsse. In vielen Fällen müssen Patienten jetzt noch tiefer in die eigene Tasche greifen als früher. Bei einem angesetzten Regelbetrag von beispielsweise 1.000 Euro bekommt man höchstens 650 Euro Festzuschuss von der gesetzlichen Kasse. Mindestens 350 Euro zahlt man selbst, und falls man sich für eine teurere Lösung entscheidet, noch entsprechend mehr. Viele Verbraucher sind enttäuscht, wenn sie dann ihre private Kranken-Zusatzversicherung in Anspruch nehmen wollen und am Ende dennoch auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben. Problem: die Leistungen der Zusatzversicherer sind sehr unterschiedlich und für den Laien oft kaum zu durchschauen. Schlechte Zusatzversicherungen übernehmen bspw. nur 50 Prozent der übrig gebliebenen Zahnersatz-Kosten. Einzige Möglichkeit, sich Übersicht zu verschaffen: die Angebote mehrerer Versicherer genau auf Preis und Leistung prüfen. Wie viel der Kosten übernimmt die Zusatzversicherung tatsächlich, nach welcher Wartezeit und zu welchem Preis? Werden auch die Kosten für teurere Lösungen übernommen oder nur für den Standard? Wer eigentlich nur einen Zusatzschutz für den Zahnersatz will, dem werden oft gleich weitere Policen empfohlen – etwa für Sehhilfen, bessere Krankenhausleistungen oder für den Krankenschutz im Ausland. Auch hier gilt: die Angebote sind vielfältig, teils wenig transparent und bedürfen der sorgfältigen Prüfung. Es kann z. B. durchaus kostengünstiger sein, Zahnzusatzversicherung und Auslandskrankenschutz zu trennen und beim jeweils preiswertesten Anbieter separat abzuschließen, als beide mittels Kombipolice bei einem einzigen Unternehmen zu versichern.

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