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+++ Baukredite nach wie vor günstig +++
10.01.2006
Die Zeiten für Bauherren sind trotz geringfügiger Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank und Wegfall der Eigenheimzulage rosig: Weniger als 4,5 Prozent Effektivzins kostet zur Zeit ein Hypothekendarlehen mit zehnjähriger Laufzeit - vor fünf Jahren zahlte man dafür im Durchschnitt noch über sechs Prozent. Bei den Zinskonditionen kann man zwischen festen und variablen Zinsen wählen. Fixe Zinssätze schaffen Planungssicherheit.
In der jetzigen Niedrigzinsphase nutzen viele Kreditnehmer eine lange Zinsbindung zum günstigen Kurs. Variable Zinsen sind immer dann vorteilhaft, wenn das Marktzinsniveau während der Laufzeit voraussichtlich sinkt – also in Hochzinsphasen wie zuletzt in den neunziger Jahren. Variable Zinsen werden von den Kreditinstituten regelmäßig an einen repräsentativen Referenzwert wie den so genannten „Drei-Monats-Euribor“ angepasst. Tilgung: Bei Baukrediten üblich sind Anfangstilgungen von jährlich einem Prozent der Darlehenssumme. Je höher der vereinbarte Tilgungssatz, umso rascher wird der Kredit abgetragen - das spart Zinskosten. Sondertilgungen lassen sich Banken ebenso wie die vorzeitige Tilgung des gesamten Kredits meist mit einem prozentualen Aufschlag oder einer Pauschalzahlung entgelten. Eine solche Vorfälligkeitsentschädigung muss der Kreditnehmer auch dann leisten, wenn er angesichts der günstigen Konditionen einen laufenden in einen neuen Kredit umschulden möchte. Vorsichtig bei Ratenaufschüben, die viele Banken etwa für das erste halbe Jahr anbieten. Zwar entfällt u.U. die Doppelbelastung von Miete und Kreditrückzahlung, andererseits steigen die Kreditkosten beträchtlich, denn die auflaufende Zinsschuld wird dem Darlehen zusätzlich zugeschlagen. Nach Ablauf der Zinsbindung ist dadurch der Schuldenstand höher, als wenn man die Kreditraten sofort Auszahlung des Darlehens gezahlt hätte.


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