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+++ Gebäudepolice vom Vorbesitzer übernehmen? +++
01.02.2006
Blitzschlag, Überschwemmung, Brand – schnell können an der eigenen Immobilie Schäden entstehen, die in die Hunderttausende gehen. Unabdingbar ist deshalb die Absicherung gegen Feuer, Sturm und Wasser, durch die ein großer Teil aller Gebäudeschäden entsteht. Vor allem bei Bränden – ausgelöst durch Kurzschluss, Blitz oder auch Brandstiftung – kommt es oft zu Totalschäden mit entsprechend schlimmen finanziellen Folgen für den Eigentümer. Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung kauft, übernimmt grundsätzlich die Gebäudeversicherung des bisherigen Besitzers, kann sie aber innerhalb eines Monats nach dem Grundbucheintrag kündigen – mit sofortiger Wirkung oder zum Ende des Versicherungsjahrs.
Ob eine Kündigung sinnvoll ist, hängt vor allem vom Versicherungsumfang der Altpolice und von der Höhe der Prämie ab. Auf jeden Fall sollten Leistungen und Preise genau verglichen werden – alte Policen bieten eventuell Bedingungen, die heute nicht mehr zu bekommen sind. Beispiel: Von der Elementarschaden- versicherung gibt es nach heutigen Standardbedingungen in der Regel kein Geld, wenn im Keller nach starkem Regen das Grundwasser durch die Mauern drückt – denn ansteigendes Grundwasser ist keine Überschwemmung, urteilte beispielsweise das Landgericht Berlin (Az. 7 O 137/03). Nur wenn ein Gewässer über die Ufer tritt oder Regenwasser direkt in den Keller läuft, springt die Elementarversicherung ein. Alte „DDR-Haushaltsversicherungen“ decken auch Schäden durch Grundwasser auch heute noch ab.
Viele Gebäudeversicherer haben Tarife mit Selbstbeteiligung im Programm, die Sinn machen, weil der Beitrag dadurch um einige Prozent sinkt. Bei neuen Gebäuden lässt sich durch spezielle Neubautarife sparen, die viele Versicherer prämiengünstig für Immobilien anbieten, die gerade erst fertiggestellt wurden.


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