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+++ Banksparpläne mit Tücken +++
19.04.2006

Banksparpläne gelten als risikofreie und unproblematische Geldanlage: Als Kunde zahlt man mehrere Jahre lang monatlich eine bestimmte Summe ein, dafür bekommt man Zinsen und oft einen zusätzlichen Bonus, der am Ende des Jahres oder am Schluss der Laufzeit gutgeschrieben wird.

Bonus-Sparpläne sind aber vor allem für die Banken ein gutes Geschäft. Von vagen Versprechen wie "Attraktive Zinsen und ein zusätzlicher Bonus bis zu 15 Prozent" sollte man sich nicht blenden lassen: Vergleiche zeigen, dass Banksparpläne allenfalls durchschnittliche Renditen abwerfen. Die verschiedenen Bonus-Modelle sind für den Kunden oft schwer durchschaubar. Anders als bei Krediten müssen Geldinstitute bei Anlageprodukten noch immer keinen Effektivzins angeben. Das erschwert den Vergleich der Produkte.

Experten raten, sich vor der Unterschrift von der Bank genau ausrechnen zu lassen, wie viel Geld am Ende beim angebotenen Banksparplan herauskommt. Auf eine Grundverzinsung von weniger als rund 2,5 Prozent sollte sich zur Zeit kein Anleger einlassen, denn oft entpuppt sich der „attraktive“ Bonus am Jahresende als recht gering. Am Ende der Laufzeit liegt die erzielte Rendite dann oft unter Marktniveau.

Hat man die Wahl zwischen einem Sparplan mit variablem Zins und einem Angebot mit garantiertem Ertrag, ist das Festzinsangebot die bessere Entscheidung. Variable Sparpläne bieten zwar den Vorteil, dass sie sich an den aktuellen Zinskonditionen orientieren – steigt der Marktzins, bekommt auch der Kunde mehr auf sein Konto. Doch in der Praxis geben die Banken sinkende Marktzinsen gern und schnell an ihre Anlagekunden weiter, halten sich aber bei steigendem Zinsniveau vornehm zurück.



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