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+++ Akupunktur: Kassen zahlen jetzt... +++
10.05.2006
Akupunktur: Kassen zahlen jetzt bei Rücken- und Knieschmerzen. Akupunktur wird künftig grundsätzlich von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt – allerdings nur, wenn sie zur Behandlung chronischer Rücken- oder Knieschmerzen eingesetzt wird. Diese Neuregelung wurde jetzt vom Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte, Kliniken und Krankenkassen (G-BA) getroffen.

Die Entscheidung beruht auf zwei breit angelegten Patientenstudien, in denen die Wirksamkeit der Akupunkturbehandlung bei Rücken-, Knie- und Kopfschmerzen über einen Zeitraum von fünf Jahren untersucht wurde. Bei der Behandlung von Knie- und Rückenproblemen zeigten die Studien, dass die Akupunktur gegenüber den bisher üblichen Standardtherapien Vorteile bietet. Dennoch sollte sie stets nur ein Teil einer umfassenden Schmerztherapie sein, so Rainer Hess, Vorsitzender des G-BA.

An die ausführenden Ärzte müssten zudem hohe Qualitätsanforderungen gestellt werden. Mediziner, die mindestens 200 Stunden fachlicher Fortbildung in dieser traditionellen chinesischen Heilmethode nachweisen können, dürfen auf ihren Praxisschildern schon seit 2003 den Zusatz „Akupunktur“ tragen. Eine Vollausbildung in der Behandlung mit den kleinen Nadeln erfordert nach Angaben von Fachverbänden etwa 350 Weiterbildungsstunden.

Die genauen Voraussetzungen, um auf Kassenkosten Akupunkturbehandlungen abrechnen zu dürfen, müssen in der noch zu verabschiedenden Richtlinie geregelt werden. Kein messbarer Behandlungsvorteil für die Akupunktur ergab sich laut Studien bei Kopfschmerzen und Migräne. Bei diesen Erkrankungen sehen die Kassen deshalb auch in Zukunft keine Akupunkturbehandlung vor – der Kassenpatient muss sie weiter selbst bezahlen.Zwischen 30 und 60 Euro berechnen Ärzte pro 20- bis 30minütiger Sitzung.

Verbraucherschützer und Patientenvertreter fordern trotz des nicht nachgewiesenen Behandlungsvorteils die Kassenerstattung der Akupunktur auch bei Kopfschmerzen und Migräne: Durch die schmerzlindernde Wirkung könne bei vielen Betroffenen der Einsatz von Medikamenten und damit deren teils schwere Nebenwirkungen reduziert werden. Verbraucher- und Patientenvertreter haben im Bundesausschuss der Ärzte, Kliniken und Kassen zwar ein Mitspracherecht in den Beratungen, dürfen aber nicht mit abstimmen.

Der Beschluss, dass Akupunktur Kassenleistung bei Rücken- und Knieschmerzen wird, tritt in Kraft, sobald das Gesundheitsministerium zustimmt.



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