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Versicherungskammer Bayern wächst deutlich über dem Markt
23.05.2007

Der Konzern Versicherungskammer Bayern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 zurück. Mit einem Wachstum von 3,2 Prozent (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds: 3,3 Prozent) im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen die Brutto-Beitragseinnahmen auf 5,54 Mrd. Euro. Der deutsche Versicherungsmarkt legte um 1,7 Prozent zu (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds: 2,3 Prozent). Unter Einbeziehung des aktiven Rückversicherungsgeschäfts stiegen die Beiträge auf 5,61 Mrd. Euro. Den größten Anteil an den Beitragseinnahmen brachte mit 38,5 Prozent die Lebensversicherung. Die Schaden- und Unfallversicherung trug 31,0 Prozent bei und die Krankenversicherung 30,5 Prozent.

Die Verwaltungskosten stiegen lediglich um 1,6 Prozent und blieben damit deutlich unter dem Beitragswachstum. Der Kapitalanlagenbestand erhöhte sich um 5,4 Prozent auf 31,74 Mrd. Euro. Das gesamte Nettoergebnis aus Kapitalanlagen wuchs um 4,7 Prozent auf 1,59 Mrd. Euro. Der Konzern erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von 153,6 Mio. Euro; das sind 70,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Konzern-Eigenkapital konnte um 117,6 Mio. Euro erhöht werden; der Schwankungsrückstellung wurden zusätzlich rund 80 Mio. Euro zugeführt. Die Substanz wurde dadurch um knapp 200 Mio. Euro gestärkt.

„Für den Konzern Versicherungskammer Bayern war 2006 ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir haben ein hervorragendes Ergebnis erzielt und mit unserem Beitragswachstum den Markt deutlich hinter uns gelassen. Gleichzeitig verbesserten wir nochmals unsere bereits sehr guten Kostenquoten“, so der Vorstandsvorsitzende Friedrich Schubring-Giese auf der Bilanzpressekonferenz.

Der Geschäftsverlauf in den einzelnen Sparten stellt sich wie folgt dar:

Lebensversicherung
In der Lebensversicherung stiegen die Bruttobeiträge um 4,4 Prozent (Markt: 2,9 Prozent) auf 2,13 Mrd. Euro. Die Neubeiträge wuchsen mit 44,2 Prozent deutlich über Markt (21,0 Prozent) auf 616,9 Mio. Euro. Wachstumsmotor waren die Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag und die Riester-Produkte. Allein bei den Riester-Versicherungen stiegen die Neubeiträge um 171,1 Prozent. Insgesamt wurden knapp 50.000 neue Riester-Verträge abgeschlossen.

Das Beitragsvolumen der von der Versicherungskammer Bayern verwalteten Pensionskassen und Pensionsfonds belief sich auf 292,2 Mio. Euro. Der Bestand umfasste am Jahresende 263.887 Verträge.

Die Stornoquote lag mit 3,9 Prozent deutlich unter dem Markt, ebenso die Verwaltungskostenquote mit 1,9 Prozent. Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen überschritt erstmals die Milliarden-Grenze (1.003,1 Mio. Euro). Dies entspricht einer Nettoverzinsung von 5,1 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte über dem Marktniveau.

Der Rohüberschuss in der Lebensversicherung konnte um 12,4 Prozent auf 507,3 Mio. Euro erhöht werden.

Krankenversicherung
Die Krankenversicherer des Konzerns Versicherungskammer Bayern setzten ihren Wachstumskurs ebenfalls fort. Die Beitragseinnahmen legten um 2,8 Prozent auf 1,69 Mrd. Euro zu. Dieser Erfolg resultierte zum größten Teil aus einem guten Neugeschäft und nicht aus Beitragsanpassungen. Mit einem Plus im Neugeschäft von 7,7 Prozent erzielten die Krankenversicherer einen Jahresbeitrag von 140,8 Mio. Euro; davon entfielen 69,3 Prozent auf die Krankheitskostenvollversicherung. Im guten Geschäft mit den Zusatzversicherungen hatten die Pflegezusatzversicherungen einen wesentlichen Anteil. Die Anzahl der versicherten Personen erhöhte sich um 5,4 Prozent auf rund 2,5 Millionen, davon waren 128.000 neue Kunden.

Die Leistungsausgaben stiegen lediglich um knapp 2,0 Prozent. Dieser Anstieg liegt deutlich unter dem Beitragswachstum. Die traditionelle Schadenquote sank um 0,6 Prozentpunkte auf 63,7 Prozent. Ebenfalls erfreulich entwickelte sich die Verwaltungskostenquote. Sie konnte noch einmal gesenkt werden und lag bei 2,6 Prozent.

Schaden- und Unfallversicherung
Aufgrund des intensiven Preiswettbewerbs und des hohen Grades der Marktdurchdringung in der Schaden- und Unfallversicherung hatte die Branche auch im letzten Jahr mit einer negativen Umsatzentwicklung zu kämpfen. Dennoch konnte der Konzern Versicherungskammer Bayern seine Wettbewerbsposition verbessern. Entgegen dem Trend wuchsen die Beitragseinnahmen um 2,1 Prozent auf 1,72 Mrd. Euro. Besonders dazu beigetragen hat ein zweistelliges Wachstum in der Unfallversicherung sowie ein deutlicher Zuwachs in der Haftpflicht- und Kraftfahrtversicherung. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich um 3,7 Prozent auf über 9,9 Mio. Stück.

Die Brutto-Schadenquote sank nach einem wieder sehr günstigen Schadenjahr erneut und lag bei 66,6 Prozent, nach 69,1 Prozent im Vorjahr. Die Betriebskostenquote verbesserte sich auf 23,9 Prozent. Trotz einiger Großschäden reduzierte sich die Schadenbelastung um 15,5 Mio. Euro. Damit verbesserte sich auch die Combined Ratio von 93,1 Prozent auf 90,5 Prozent.

Das versicherungstechnische Nettoergebnis vor Schwankungsrückstellung verbesserte sich deutlich von –8,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 78,1 Mio. Euro.

Pflege-Reform und VVG-Reform
Nach der verabschiedeten Gesundheitsreform steht die Pflege-Reform auf der Agenda der Regierung. Schubring-Giese: „Damit der Beitrag zur sozialen Pflegeversicherung nicht ins Unermessliche steigt, gibt es nur einen zielführenden Weg: Die Ergänzung bzw. schrittweise Ablösung der Umlagefinanzierung durch kapitalgedeckte Elemente.“ Kritik übte der Vorstandsvorsitzende an der geplanten Reform des Versicherungsvertragsgesetzes. Nicht zielführend seien beispielsweise die Abschaffung des Policenmodells und des Alles-oder-Nichts-Prinzips sowie die vorgesehene Beteiligung der Lebensversicherungskunden an den stillen Reserven.

Ausblick
Der Konzern Versicherungskammer Bayern baut seine Wettbewerbsposition weiter aus. Schubring-Giese: „Externes Wachstum ist für uns ein zentrales Thema.“ Deshalb werde derzeit die IT-Landschaft ausgebaut, um die Integration weiterer Gesellschaften zu ermöglichen.

Der Konzern Versicherungskammer Bayern rechnet für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 2,4 Prozent (Markt: 1,0 Prozent). Im Krankenversicherungsgeschäft wird die neue 3-Jahres-Regelung (Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze) den Wechsel in die private Krankenversicherung erschweren. Dennoch wird ein starkes Geschäft mit den Krankheitskostenvoll- und Zusatzversicherungen erwartet. Auch die Lebensversicherung verspricht eine wachsende Nachfrage. Hier sieht das Unternehmen Chancen durch die Einführung der Rente mit 67, die weiterhin starke Nachfrage nach Rentenversicherungen mit einmaliger Beitragszahlung sowie nach der Rürup- und Riester-Rente. Auch in der Schaden- und Unfallversicherung will die Versicherungskammer Bayern ihr über dem Markt liegendes Wachstum stabilisieren.
www.vkb.de


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