27. Woche
Internetfinanzzeitung           ISSN: 1862 – 343            neutral - kompetent - unabhängig
29.06.2017
|  IMPRESSUM  |  KONTAKT  |  HOME  |
ARCHIV-SUCHE
LOGIN
Makler
Konsumenten

SERVICE
Formulare
Lexika
Ratgeber

VERGLEICHE

Versicherungen

Energie
Strom
Gas

Kommunikation
DSL
Handy
Internet
Telefon

Banken
Autokredit
Ratenkredit
Tagesgeld
Festgeld
Girokonto
Baugeld
Forward-Darlehen
Bundesschatzbriefe
Depotbank
Förderdarlehen

Reisen
Hotelsuche
Flugbuchung
Mietwagen




Anzeige:
 
Anzeige:
vergleichen entscheiden sparen
 
Anzeige:
Map-Report
UNTERNEHMEN-PRESSE-INFO


+++ VGH-Umsatz legt 2012 in allen Sparten zu +++
12.12.2012
„Die VGH Versicherungen haben im Geschäftsjahr 2012 in allen Sparten zugelegt.“ Dieses positive Fazit zog Vorstandsvorsitzender Hermann Kasten bei der Vorstellung der vorläufigen Jahreszahlen in Hannover. Sowohl im Schaden-/Unfallbereich (Komposit) als auch in der Lebens- und Krankenversicherung verzeichnet der niedersächsische Marktführer ein erfreuliches Neugeschäft und ein Beitragswachstum über Branchendurchschnitt.

Die vier Unternehmen der VGH – Landschaftliche Brandkasse Hannover, Provinzial Lebensversicherung Hannover, Provinzial Krankenversicherung Hannover AG und Provinzial Pensionskasse Hannover AG – erwarten Gesamtbeiträge in Höhe von 1,78 Mrd. Euro (Vj: 1,71 Mrd.). Dies entspricht einem Anstieg von 4,2 Prozent. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) prognostiziert branchenweit lediglich ein Plus von 1,5 Prozent. Das konsolidierte Beitragsvolumen des gesamten VGH-Verbundes mit weiteren Unternehmen wird auf 2,21 Mrd. Euro hochgerechnet (Vj: 2,12 Mrd.).

Positiv wertete Kasten auch die Kapitalanlageerträge: „Alle VGH-Unternehmen liegen über Plan. Unsere Stabilität in der andauernden Niedrigzinsphase ist das Ergebnis einer traditionell vorausschauenden Kapitalanlagepolitik. Sie hält eine ausgewogene Balance zwischen Sicherheit, Rendite und Liquidität.“

Belastend wirken sich die spürbar gestiegenen Aufwendungen aus. Kasten: „Vor allem der Schadenaufwand der Brandkasse hat sich 2012 heftiger entwickelt als erwartet und schmälert unseren Gewinn.“ Auf den Ertrag drücken auch Investitionen in Mitarbeiter und in den Vertrieb: „Dieser Kostenanstieg ist jedoch eine bewusste Unternehmensentscheidung, um die Marktführerschaft der VGH auszubauen. Wir freuen uns, dass unser Wachstumskonzept aufgeht.“

Die Beitragseinnahmen der Landschaftlichen Brandkasse – als Mutterunternehmen für den Kompositbereich zuständig – bewegen sich deutlich über Vorjahresniveau und über dem Planwert. Sie steigen zum Jahresende auf voraussichtlich 1.038 Mio. Euro (Vj: 989 Mio.) und wachsen damit um 5,0 Prozent (Markt: +3,7 %) – so kräftig wie seit 1994 nicht mehr. Ursächlich ist insbesondere die über den Erwartungen liegende Beitragsentwicklung in der Kraftfahrtversicherung (+8,0 %). Alle anderen wesentlichen Sparten wie Sachversicherungen (+3,1 %), Haftpflicht (+2,6 %), Rechtsschutz (+3,0%) und Unfall (+3,5 %) entwickeln sich ebenfalls besser als vorgesehen.

Was den Kunden 2012 in erheblichem Maße zugute kam, belastet die Ausgabenseite der VGH spürbar. Hermann Kasten: „Wir verzeichnen den mit Abstand höchsten Schadenaufwand in der Geschichte der Brandkasse. Verantwortlich ist eine Mischung aus Massenschäden durch Sturm oder Frost, höheren Kfz-Haftpflichtschäden und einer Häufung von Großfeuern, wie dem Brand des Hallenbades in Nordhorn.“ Dafür muss die VGH aus heutiger Sicht bis Jahresende 745 Mio. Euro aufbringen (Vj: 667 Mio., +11,7 %). Während die Schadenquote der Brandkasse 2011 bei 66,4 Prozent lag, steigt sie 2012 auf annähernd 72 Prozent. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) erreicht dadurch 98,6 Prozent (Vj: 92,8 %).

Die Kapitalanlagen der Brandkasse steigen von 2,59 Mrd. Euro (2011) auf voraussichtlich 2,68 Mrd. Euro, der Ertrag daraus wächst von 71,8 auf 90 Mio. Euro. Trotz weiter sinkender Kapitalmarktzinsen erzielt die Brandkasse eine solide Nettoverzinsung von 3,4 Prozent (Vj: 2,8 %). Aufgrund der hohen Schadenaufwendungen reduziert sich der Überschuss vor Ertragsteuern und Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) mit geschätzt 32,5 Mio. Euro auf knapp die Hälfte des Vorjahresgewinns (66 Mio.).

In der Lebensversicherung steigen die Beitragseinnahmen inklusive Pensionskasse auf 686 Mio. Euro (Vj: 665 Mio.). Diesem positiven Prämienplus von 3,2 Prozent steht eine negative Marktprognose von -0,7 Prozent entgegen. Während der GDV nach den starken Wachstumsraten der Jahre 2009 und 2010 für 2012 nochmals einen deutlichen Rückgang der Einmalbeiträge um rund 5,0 Prozent prognostiziert, rechnet die Provinzial Leben in diesem Geschäftssegment gegen den Branchentrend mit einem kräftigen Zuwachs von 18,3 Prozent auf 150 Mio. Euro (Vj: 127 Mio.). „Dabei handelt es sich um echtes Altersvorsorgegeschäft und keine Kapitalisierungsprodukte“, betonte Thomas Krüger, Vorstand für Personenversicherungen und Kapitalanlagen. „Vor allem bei sofort beginnenden Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag verzeichnen wir ein deutliches Plus.“ Die Einnahmen aus laufenden Beiträgen kann die Provinzial mit geschätzt 510 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau stabilisieren (512,5 Mio., -0,5 %). Krüger: „Mit dieser Relation von Einmal- zu laufenden Beiträgen können wir sowohl die Aktiv- wie die Passivseite erfolgreich steuern.“

Krüger wertete es als Indiz für die hohe Qualität der Produkte und Kundenbetreuung, dass trotz des derzeit publizistischen Dauerfeuers auf die Lebensversicherung die Zahl der Vertragskündigungen bei der VGH konstant niedrig liege: „Unsere Stornoquote bewegt sich mit 3,9 Prozent dauerhaft deutlich unterhalb des Marktdurchschnitts von 5,1 Prozent. Die VGH-Kunden lassen sich nicht verunsichern und schätzen ihre Altersvorsorgeverträge zu Recht als krisenfest ein.“

Die Kapitalanlagen der Provinzial Leben wachsen zum Jahresende von 7,21 Mrd. Euro auf 7,47 Mrd. Euro. Das Anlageergebnis wird trotz des Niedrigzinsniveaus und volatiler Finanzmärkte aus heutiger Sicht 320 Mio. Euro betragen (Vj: 292 Mio.). Die Nettoverzinsung dürfte mit 4,4 Prozent (Vj: 4,1 %) wieder deutlich über den durchschnittlichen Garantieverpflichtungen der Provinzial von derzeit 3,3 Prozent liegen. Die Dotierung der Zinszusatzreserve als bilanzielle Vorsorge für eine länger andauernde Niedrigzinsphase ist mit der ausgewiesenen Nettoverzinsung ebenfalls gesichert. Der Bruttoüberschuss wird auf 173 Mio. Euro hochgerechnet (Vj: 143 Mio.).

Mit der Deklaration der seit Jahren überdurchschnittlichen Überschussbeteiligung der VGH für das Jahr 2013 in Höhe von 3,7 Prozent (Vj: 4,0 %) folgt die Provinzial ihrer auf langfristige Garantien ausgerichteten Kapitalanlagestrategie. Krüger: „In Zeiten, in denen für eine zehnjährige Bundesanleihe nur noch etwa 1,4 Prozent Anlagezins geboten wird, zeigt die mit 3,7 Prozent festgelegte laufende Verzinsung plus Schlussüberschüsse die Stärke der Provinzial.“

Während die Branche der privaten Krankenversicherer (PKV) für 2012 mit einer Steigerung ihrer Beitragseinnahmen um 3,4 Prozent rechnet, erwartet die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG einen Anstieg um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wächst das Unternehmen auch in diesem Jahr stärker als der Markt – die Beitragseinnahmen legen von 55,3 Mio. Euro (2011) auf 58,2 Mio. Euro zu. Aufgrund der sehr geringen Beitragsanpassung zum 1. Januar 2012 resultiert das Plus fast ausschließlich aus Neugeschäft. Auch der Versichertenbestand wächst kontinuierlich und stabil. Zum Jahresende rechnet die Provinzial Kranken mit rund 148.500 Kunden (Vj: 147.072), davon 14.522 (Vj: 14.053) als Vollversicherte. Ausgaben für Versicherungsfälle werden in Höhe von 22,0 Mio. Euro erwartet (Vj: 20,5 Mio.). Das Ergebnis der Kapitalanlage wird auf 7,5 Mio. Euro hochgerechnet und liegt damit ebenfalls über dem Vorjahreswert von 6,2 Mio. Euro. Die Nettoverzinsung liegt wie im Vorjahr bei 4,0 Prozent. Insgesamt erwirtschaftet die Provinzial Kranken einen Überschuss, der vor Steuern und erfolgsabhängiger RfB mit voraussichtlich 11,7 Mio. Euro den Vorjahreswert (9,5 Mio.) deutlich übertrifft.

Im laufenden Jahr konnte die Provinzial Kranken erneut ihre ausgezeichnete Marktposition bestätigen. Mehrere unabhängige Analysehäuser unterstreichen dies mit hervorragenden Ratingergebnissen. Der führende Branchendienst map-report listet 2012 die Provinzial Kranken erneut mit einem „sehr guten“ Gesamtergebnis unter den besten Krankenversicherern bundesweit.

Als „heiter bis wolkig“ beschrieb Hermann Kasten die Aussichten auf das kommende Geschäftsjahr. Schatten werfe vor allem die seit fünf Jahren andauernde Finanzmarktkrise. „Die politisch gewollte Niedrigzinsphase ist eine ernste Herausforderung für die deutsche Versicherungswirtschaft. Deshalb werden versicherungstechnische Ergebnisse umso wichtiger. Künftig lenken wir noch mehr Energie in unser Kerngeschäft, um die Ertragskraft unseres Unternehmens zu stärken.“ Zur Sonnenseite zählte Kasten eine gute Produktausstattung, marktgerechte Preise und das landesweit beispiellose Servicenetz der VGH. In seinem ersten Jahr als Vorstandsvorsitzender erneuerte Kasten das klare Bekenntnis zur dezentralen Struktur der VGH mit ihren landesweiten Regionaldirektionen, rund 600 Vertretungen und etwa 1.200 Sparkassen-Geschäftsstellen als Vertriebspartnern. Unerlässlich, so Kasten, blieben dabei Flexibilität und Veränderungsbereitschaft der mehr als 4.500 direkt oder mittelbar durch die VGH beschäftigten Mitarbeiter zur Optimierung von Kosten, Produktivität und Geschäftsabläufen: „Wir werden unser Haus weiter zielgerichtet umgestalten müssen, um im Umfeld der demografischen Entwicklung und einer zunehmend digitalisierten Welt auch dauerhaft erfolgreich zu bestehen.“ Der Unternehmenskultur entsprechend, geschehe dies „evolutionär, nicht revolutionär“. Der Vorstand sei guter Dinge, auf diese Weise weiterhin das Vertrauen zu rechtfertigen, das 1,8 Millionen Privat- und Firmenkunden in die VGH setzten.

Unter der Prämisse, dass es zu keiner weiteren Verschärfung der Staatsschuldenkrise und keiner nachhaltigen Konjunkturabkühlung kommt, rechnet die Landschaftliche Brandkasse für 2013 erneut mit einem deutlichen Beitragswachstum. Die Provinzial Leben erwartet für das kommende Jahr konstante Einmalbeiträge und stabile laufende Beitragseinnahmen. Die besonders für den Erfolg der Lebensversicherung wichtigen Kapitalerträge sieht die Provinzial mittel- und langfristig immer oberhalb der Garantieniveaus.

Insbesondere vor dem Hintergrund des medialen und politischen Fokus auf das Thema Pflege blickt die Provinzial Kranken dem Geschäftsjahr 2013 optimistisch entgegen. Mit einer neuen Angebotslinie sowie dem Basisprodukt „Pflege-Bahr“, einem staatlich geförderten Pflegetagegeld, stellt sich die Provinzial Kranken im Markt breiter auf. Insgesamt erwartet sie im kommenden Jahr ein Beitragsplus auf dem guten Niveau des Jahres 2012. Quelle: MT/ VGH

www.fss-online.de/schnelleinstieg/sp_wohngeb.asp?


ZurückDruckenLeserbriefEmpfehlen

Bookmarken bei:
Internet Explorer Mozilla Firefox google.com Mister Wong Yahoo facebook Linkarena MySpace Twitter del.icio.us


+++ Copyright (c) 2006 +++
MONEY TIMES, die Internet- Finanzzeitung ist urheberrechtlich geschützt.
Es ist unzulässig, Inhalte ohne Redaktionszustimmung gewerbsmäßig zu nutzen, zu verändern und zu veröffentlichen.