39. Woche
Internetfinanzzeitung           ISSN: 1862 – 343            neutral - kompetent - unabhängig
20.09.2017
|  IMPRESSUM  |  KONTAKT  |  HOME  |
ARCHIV-SUCHE
LOGIN
Makler
Konsumenten

SERVICE
Formulare
Lexika
Ratgeber

VERGLEICHE

Versicherungen

Energie
Strom
Gas

Kommunikation
DSL
Handy
Internet
Telefon

Banken
Autokredit
Ratenkredit
Tagesgeld
Festgeld
Girokonto
Baugeld
Forward-Darlehen
Bundesschatzbriefe
Depotbank
Förderdarlehen

Reisen
Hotelsuche
Flugbuchung
Mietwagen




Anzeige:
 
Anzeige:
vergleichen entscheiden sparen
 
Anzeige:
Map-Report
UNTERNEHMEN-PRESSE-INFO


+++ VGH Versicherungen: Bilanz 2012 +++
24.04.2013
„Die VGH Versicherungen sind im Geschäftsjahr 2012 in allen Sparten und Kundengruppen gewachsen.“ Dieses positive Fazit zog Vorstandsvorsitzender Hermann Kasten auf der Bilanz-Pressekonferenz des niedersächsischen Marktführers in Hannover. Sowohl im Schaden /Unfallbereich (Komposit) als auch in der Lebens- und Krankenversicherung verzeichnet die VGH ein stabiles Neugeschäft und überdurchschnittliches Beitragswachstum.

Die vier Unternehmen der VGH – Landschaftliche Brandkasse Hannover, Provinzial Lebensversicherung Hannover, Provinzial Krankenversicherung Hannover AG und Provinzial Pensionskasse Hannover AG – weisen Gesamtbeitragseinnahmen in Höhe von 1,82 Mrd. Euro aus (Vj: 1,71 Mrd.). Dies entspricht einem Anstieg von 6,2 Prozent. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet branchenweit ein Plus von nur 2,0 Prozent. Das konsolidierte Beitragsvolumen des gesamten VGH-Verbundes mit weiteren Unternehmen summiert sich auf 2,25 Mrd. Euro (Vj: 2,12 Mrd.).

Positiv entwickeln sich auch die Kapitalanlageerträge des öffentlichen Versicherers. Kasten: „Alle VGH-Unternehmen lagen 2012 über Plan. Durch unsere vorausschauende Anlagestrategie agieren wir auch in unruhigen Finanzmärkten mit ruhiger Hand und rechtfertigen so das Vertrauen von 1,8 Millionen VGH-Kunden. Sicherheit, Rendite und Liquidität balancieren wir unternehmensspezifisch aus, stets mit einer strategisch nachhaltigen Sicht.“

Einziger Wermutstropfen: Die Aufwendungen für Schadenfälle weichen 2012 deutlich vom langjährigen Mittel ab. Kasten: „Wir hatten den höchsten Schadenaufwand in der Geschichte der Brandkasse zu schultern. Das hinterlässt Spuren im Ertrag.“ Der erfolgreiche Zuwachs an Kunden und Beitragseinnahmen erforderte darüber hinaus höhere Investitionen in Mitarbeiter und Vertrieb. Als Beleg für langfristige Kundenbindung und hohe Zufriedenheit der Versicherten nannte Kasten niedrige und weiter sinkende Stornoquoten. Auch die Beschwerdezahlen entwickelten sich über alle Sparten hinweg erfreulich positiv: „Mit insgesamt 320 Beschwerden bei knapp fünf Millionen Policen lag die VGH 2012 sowohl unter Vorjahresniveau als auch unter dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre.“

Landschaftliche Brandkasse: Kräftigster Beitragsschub seit 1994

Die Beitragseinnahmen der Brandkasse – sie betreibt als Mutterunternehmen die Kompositsparten – übertreffen das Vorjahresniveau signifikant. Sie steigen auf 1.042 Mio. Euro (Vj: 989 Mio.). Damit wachsen die Beitragseinnahmen um 5,4 Prozent (Markt: +3,7 %) – so dynamisch wie seit 1994 nicht. Insbesondere in der Kraftfahrtversicherung liegen sie über den Erwartungen (+8,4 %, Markt +5,4 %). Alle anderen wesentlichen Kompositsparten wie Sachversicherungen (+3,8 %), Haftpflicht (+3,5 %), Rechtsschutz (+3,4 %) und Unfall (+3,4 %) entwickeln sich ebenfalls besser als geplant.

Leistungen für Schäden, die den Kunden 2012 in außergewöhnlich hohem Maße zugute kamen, belasten die Ausgabenseite der Brandkasse. Verantwortlich für den hohen Aufwand waren vor allem Massenschäden durch Sturm und Frost, höhere Kfz-Haftpflichtschäden und zahlreiche Großfeuer. Die Zahlungen schlagen mit insgesamt 738 Mio. Euro zu Buche (Vj: 667 Mio., +10,7 %).

Investitionen in die langfristige Sicherung der Marktstellung des Unternehmens wirkten sich zusätzlich kostensteigernd aus. Dadurch erreicht die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) 98,3 Prozent (Vj: 92,8 %).

Die Kapitalanlagen der Brandkasse legen von 2,59 Mrd. Euro auf 2,64 Mrd. Euro zu, der Ertrag daraus wächst von 71,8 auf 96,8 Mio. Euro. Im Umfeld dauerhaft niedriger Kapitalmarktzinsen erzielt die Brandkasse dennoch eine gute Nettoverzinsung von 3,7 Prozent (Vj: 2,8 %). Durch die hohen Schadenaufwendungen reduziert sich der Überschuss vor Ertragsteuern und Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) auf 37 Mio. Euro (Vj: 66 Mio.).

Lebensversicherung: Gegen Branchentrend solides Prämienplus von 7,5 Prozent

In der Lebensversicherung steigen die Beitragseinnahmen inklusive Pensionskasse auf 715 Mio. Euro (Vj: 666 Mio.). Diesem soliden Prämienplus von 7,5 Prozent stellt der GDV eine Marktprognose von 0,6 Prozent entgegen. Während der Branchenverband nach den starken Wachstumsraten der Jahre 2009/2010 für 2012 nochmals einen deutlichen Rückgang der Einmalbeiträge um -3,3 Prozent sieht, wächst die Provinzial Leben in diesem Geschäftssegment gegen den Trend um 42,0 Prozent auf 180 Mio. Euro (Vj: 127 Mio.). Thomas Krüger, Vorstand für Personenversicherungen und Kapitalanlagen, stellte klar, dass es sich dabei um echtes Altersvorsorgegeschäft und keine Kapitalisierungsprodukte handelt: „Wir registrieren ein starkes Interesse vor allem an sofort beginnenden Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag.“ Die Einnahmen aus laufenden Beiträgen stabilisiert die Provinzial mit 509 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau (513 Mio., 0,8 %). Krüger: „Dieses Verhältnis von Einmal- zu laufenden Beiträgen erlaubt es uns, sowohl die Aktiv- als auch die Passivseite dauerhaft erfolgreich zu steuern.“

Für Versicherungsfälle, ausgezahlte Gewinnanteile und Rückkäufe zahlte die Provinzial Leben ihren Kunden 697 Mio. Euro aus (Vj: 825 Mio.). Hierbei handelt es sich ganz überwiegend um Erlebensfallleistungen. Die Deckungsrückstellung für künftige Verpflichtungen wurde um 213 Mio. Euro auf insgesamt 7,26 Mrd. Euro erhöht.

Entgegen massiver öffentlicher Kritik am Modell der Renten- und Lebensversicherung liegt die Zahl der Vertragskündigungen bei der VGH konstant niedrig. Diesen Umstand wertete Krüger als Beleg für die hohe Qualität der eigenen Produkte und Kundenbetreuung: „Unsere Stornoquote rangiert mit 3,7 Prozent deutlich unterhalb des Marktdurchschnitts von gut fünf Prozent. Die VGH-Kunden lassen sich nicht irritieren, auch sie schätzen ihre Altersvorsorgeverträge zu Recht als krisentauglich ein.“

Die Kapitalanlagen der Provinzial Leben wachsen von 7,21 Mrd. Euro auf 7,41 Mrd. Euro. Das Anlageergebnis für 2012 steigt trotz des Niedrigzinsniveaus von 292 auf 329 Mio. Euro. Die Nettoverzinsung liegt mit 4,5 Prozent (Vj: 4,1 %) erneut deutlich über den durchschnittlichen Garantieverpflichtungen der Provinzial von derzeit 3,3 Prozent. Die Dotierung der Zinszusatzreserve in Höhe von 0,77 Prozent der mittleren Kapitalanlagen als bilanzielle Vorsorge für eine länger andauernde Niedrigzinsphase ist mit der ausgewiesenen Nettoverzinsung ebenfalls gesichert. Der Bruttoüberschuss – nach Zinszusatzreserve und Direktgutschrift – beläuft sich auf 106 Mio. Euro (Vj: 124 Mio.).

Ihre seit Jahren überdurchschnittliche Überschussbeteiligung deklariert die Provinzial Leben für das Jahr 2013 mit 3,5 Prozent (Vj: 4,0 %). Sie folgt damit konsequent der auf langfristige Garantien ausgerichteten Kapitalanlagestrategie der VGH. Krüger: „Zehnjährige Bundesanleihen bieten mittlerweile nur noch etwa 1,3 Prozent Anlagezins. Im Vergleich dazu zeigt die mit 3,5 Prozent festgelegte laufende Verzinsung plus Schlussüberschüsse unverändert die Stärke der Provinzial.“

Provinzial Kranken: Beiträge und Versichertenbestand wachsen

Die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG wächst erneut stärker als der Markt. Während der Verband der privaten Krankenversicherer (PKV) für 2012 mit einem Beitragsplus von 3,4 Prozent rechnet, verbucht die Provinzial Kranken einen Anstieg um 4,7 Prozent, von 55,3 Mio. Euro (2011) auf 57,9 Mio. Euro. Aufgrund der geringen Beitragsanpassung zum 1. Januar 2012 resultiert der Zuwachs fast ausschließlich aus Neugeschäft. Auch der Versichertenbestand legt weiter zu. Als besonders erfreulich bezeichnete der Vorstand die Tatsache, dass die Provinzial Kranken vor allem Vollversicherte gewinnen konnte – ihre Zahl stieg von 14.053 auf 14.435 (+2,7 %) . Für Versicherungsfälle wurden 21,2 Mio. Euro gezahlt (Vj: 20,5 Mio., +3,5 %). Das Ergebnis der Kapitalanlage beläuft sich auf 7,5 Mio. Euro (Vj: 6,2 Mio.). Die Nettoverzinsung liegt wie im Vorjahr bei 4,0 Prozent. Insgesamt erwirtschaftet die Provinzial Kranken einen Überschuss, der vor Steuern und erfolgsabhängiger RfB mit 12,2 Mio. Euro den Vorjahreswert (9,5 Mio.) deutlich übertrifft.

2012 konnte die Provinzial Kranken erneut ihre ausgezeichnete Marktposition bestätigen. Mehrere unabhängige Analysehäuser unterstreichen die gute Wettbewerbslage mit hervorragenden Ratingergebnissen. Der führende Branchendienst map-report listete die Provinzial Kranken 2012 erneut mit einem „sehr guten“ Gesamtergebnis unter den besten Krankenversicherern bundesweit.

Ausblick: Kerngeschäft intensivieren, Dezentralität stärken

Die Aussichten auf das laufende Geschäftsjahr bewertete der Vorstand vorsichtig optimistisch. Hermann Kasten: „In gleichem Maße, wie das politisch gewollte Niedrigzinsumfeld die Kapitalanlagen der Assekuranz ausbremst, müssen wir uns noch stärker auf das Ertragswachstum im versicherungstechnischen Geschäft konzentrieren.“ Die Unternehmensführung habe sich bewusst entschieden, in Mitarbeiter und Vertrieb zu investieren: „Die damit verbundenen Mehrkosten dienen dem Ausbau unserer regionalen Marktführerschaft.“ Landesweit sieht sich die VGH durch leistungsstarke Produkte, marktgerechte Preise und das in Niedersachsen einmalige Servicenetz bestens gewappnet, ihre Ertragslage weiter zu stabilisieren.

Nachdrücklich bekannte sich Kasten zur traditionell dezentralen Struktur der VGH mit rund 600 Vertretungen und etwa 1.200 Sparkassen-Geschäftsstellen als Vertriebspartnern. Von den mehr als 4.500 direkt oder mittelbar durch die VGH beschäftigten Mitarbeitern forderte er Flexibilität und Veränderungsbereitschaft, um Kosten, Produktivität und Geschäftsabläufe optimieren zu können. Hierzu gehört im Jahr 2013 die Integration von Aufgaben und Arbeitsplätzen der Regionaldirektion Hannover in umliegende Regionaldirektionen und die hannoversche Direktion. Kasten: „Ziel ist es, die Arbeit so zu verteilen, dass die VGH in ihrer bewährt dezentralen Struktur gestärkt und die Betreuungsqualität für die Kunden weiter verbessert wird.“

Vorausgesetzt, dass es zu keiner weiteren Verschärfung der Staatsschuldenkrise und keiner nachhaltigen Konjunkturabkühlung kommt, rechnet die Landschaftliche Brandkasse für 2013 mit einem erneut deutlichen Beitragswachstum von mehr als 4,0 Prozent. Die Provinzial Leben erwartet wachsende Einmalbeiträge und stabile laufende Beitragseinnahmen. Die besonders für den Erfolg der Lebensversicherung wichtigen Kapitalerträge sieht die Provinzial mittel- und langfristig stets oberhalb der Garantieniveaus. Insbesondere vor dem Hintergrund des medialen und politischen Fokus auf das Thema Pflege blickt die Provinzial Kranken dem Geschäftsjahr 2013 optimistisch entgegen. Insgesamt erwartet sie im kommenden Jahr ein Beitragsplus auf dem guten Niveau des Jahres 2012. Quelle: MT/ VGH


ZurückDruckenLeserbriefEmpfehlen

Bookmarken bei:
Internet Explorer Mozilla Firefox google.com Mister Wong Yahoo facebook Linkarena MySpace Twitter del.icio.us


+++ Copyright (c) 2006 +++
MONEY TIMES, die Internet- Finanzzeitung ist urheberrechtlich geschützt.
Es ist unzulässig, Inhalte ohne Redaktionszustimmung gewerbsmäßig zu nutzen, zu verändern und zu veröffentlichen.