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Die Rente mit 67 ist sicher
21.03.2007

Die Rente mit 67 kommt. Darüber sind sich die Bundesregierung und die Mehrheit der Experten einig. „Die Rente mit 67 ist die richtige Antwort, um die finanzielle Tragfähigkeit der gesetzlichen Rente zu gewährleisten“, meint Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup. Der Finanzwissenschaftler und Vorsitzender des Sozialbeirats der Bundesregierung für die Rentenversicherung hat gestern die vierte Sitzung des Sozialpolitischen Beirats der Gothaer zum Thema „Rente mit 67 – Meinungen aus Politik und Unternehmen“ eröffnet.

Keine Alternative zu Rente mit 67

Dr. Ralf Brauksiepe, Mitglied und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Fraktion, machte klar, dass es keine echte Alternative zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit gibt. Ziel ist es, bis 2030 die gesetzliche Rente zu sichern. Dabei sollen die Lasten gerecht auf Jung und Alt verteilt werden. Nach drei Nullrunden bei den Renten sind jetzt die Beschäftigten gefordert. Um sich auf die Veränderungen vorzubereiten, gibt es eine Übergangszeit. Ab 2012 wird das Renteneintrittsalter stufenweise erhöht. Brauksiepe unterstrich, betriebliche und private Vorsorge weiterhin zu fördern. In punkto Verlängerung der Sozialabgabenfreiheit bei Entgeltumwandlung über 2008 hinaus bemerkte er, dass Zeitwertkonten eine Alternative dazu seien.

Mehr verlässliche Rahmenbedingungen von der Politik

Dr. Helmut Hofmeier, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Lebensversicherung AG, befürwortet die stärkere Verbreitung von Zeitwertkonten. Zum Aufbau von Altersvorsorge allerdings sollten bewährte Instrumente wie beispielsweise die Förderung der Betriebsrente fortgeführt werden. Dabei hat sich die sozialabgabenfreie Entgeltumwandlung als attraktives Instrument für Altersvorsorge in den letzten Jahren erfolgreich etabliert. „Deshalb halte ich die Verlängerung der sozialabgabenfreien Entgeltumwandlung über 2008 hinaus für unbedingt sinnvoll und notwendig“, so Hofmeier. Die Bürger benötigen jetzt mehr denn je verlässliche Rahmenbedingungen seitens der Politik. Stellt doch die bevorstehende Anhebung des Renteneintrittsalters eine weitere Verunsicherung für die Bundesbürger dar. Rürup geht aber davon aus, dass die Sozialabgabenfreiheit bei Entgeltumwandlung in der jetzigen Form nicht fortgeführt wird.

Zeitwertkonten als eine Lösung

Dr. Alexander von Preen, Geschäftsführer und Partner bei Kienbaum Management Consultants GmbH, stellte Lösungsmodelle vor, wie Unternehmen auf die Verlängerung der Lebensarbeitszeit reagieren und den Bedürfnissen älterer Mitarbeitern gerecht werden können. Im Zentrum seines Vortrags stellte er die Zeitwertkonten, die aufgrund ihrer Flexibilität ein besonders geeignetes Instrument seien. Der Mitarbeiter kann seine Überstunden oder aber auch beispielsweise außertarifliche Vergütungen in ein Wertguthaben überführen. Er hat dann die Möglichkeit, sich eine Auszeit zu nehmen, in Teilzeit oder früher in Rente zu gehen. Wird er bis zum Renteneintrittsalter arbeiten, bekommt er das angesparte Vermögen ausbezahlt. Einen sechsten Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung seien Zeitwertkonten aber nicht.

Zeitwertkonten sind gegen Insolvenz gesichert und auf neue Arbeitgeber übertragbar. Bisher bieten erst fünf Prozent der Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern dieses Modell an. In DAX-Unternehmen ist der Verbreitungsgrad mit rund 50 Prozent deutlich höher. Weitere Antworten auf die Rente mit 67 sind demographieorientierte Vergütungsmodelle und Personalentwicklungs-Maßnahmen zu arbeitsorganisatorischen Strukturen sowie ein umfassendes Gesundheitsmanagement.

Förderung der Mitarbeiter in allen Erwerbsphasen

Walter Weißmüller, Leiter Personal und Arbeitszeitpolitik bei DaimlerChrysler, berichtete aus der Praxis. DaimlerChrysler setzt verschiedene Instrumente ein, um auf die veränderten Rahmenbedingungen
zu reagieren. Mit einem ganzheitlichen Ansatz werden die Mitarbeiter in allen Erwerbsphasen gefördert. Um ältere Mitarbeiter dauerhaft einbinden
zu können, hält er Qualifizierungsprogramme und lebenslanges Lernen für
ein unbedingtes Muss. Weißmüller plädierte wie Hofmeier dafür, dass der Gesetzgeber die bestehenden Förderungen in der Altersvorsorge
www.gothaer.de


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